Warum lege ich mich nach dem Savasana auf eine Seite?

Indem wir uns nach dem Savasana auf eine Seite rollen, geben wir der entsprechenden Körperhälfte etwas mehr Zeit, bewusst extra Aufmerksamkeit, bevor wir unsere Praxis abschließen, den Yoga Raum verlassen, zurück in den Alltag eintauchen.

Der Hintergrund davon hat mit Ying und Yang zu tun, einer Prinzipienlehre aus der chinesischen Philosophie, von der du sicher schon gehört hast.

Yin und Yang sind Gegensatzpaare, ihre Herkunft und Bedeutung wird von verschiedenen Philosophien und Kulturen abweichend voneinander interpretiert. Im Yoga stehen Yin und Yang für das Weibliche und das Männliche in allen Lebensformen. Beiden werden charakteristische Merkmale, Eigenschaften, Wesenszüge zugeordnet.

Yin symbolisiertdas Weibliche Prinzip und wird damit der rechten Körperhälfte zugeordnet. Mit den Attributen: weich, ruhig, dunkel und der Intuition. Sowie der rechten Gehirnhälfte, der u.a. Emotionen, Kreativität zugeschrieben werden.

Yangsymbolisiert das männliche Prinzip und wird der linken Körperhälfte zugeordnet und damit den Attributen hart, aktiv sein, hell und dem Verstand. Sowie der linken Gehirnhälfte, der u.a. analytische und rationale Eigenschaften zugeordnet werden.

Beim kraftvollen Hatha Yoga wird alsoeher die männliche Seite angesprochen, deswegen legen wir uns hier nach dem Shavasana auf die rechte Seite. Beim Yin Yoga, wie der Name schon sagt, wird die weibliche Seite angesprochen. Hier liegen wir dementsprechend auf derlinken Seite.

Auf diese Weise werden in der Yogastunde beide Körperhälften angesprochen, es findet also ein Ausgleich statt.